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Ein Nosetracking – Event was ist das?

In den letzten 10 Jahren haben wir ganz unterschiedliche Nosetracking- Events veranstaltet. Der nachfolgende Beitrag stellt verschiedene Varianten vor. Dabei geht es erst einmal um die grobe Struktur. Die genauen Details verändern sich je nach Umgebung, in der das Event angelegt wird.

Nosetracking-Event – eine Definition

Aber was ist überhaupt ein Event? Nun, das ist eine komplexere Suchaufgabe, die über mehrere Wochen oder sogar Monate hinweg erarbeitet werden kann. Dabei gibt es ganz verschiedene Formen. Die nachfolgende Aufzählung soll dir einen groben Überblick geben. Sie hebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn mit ein wenig Fantasie lassen sich sicherlich noch andere Möglichkeiten zur Gestaltung finden.

Die einfachste Form

Die einfachste Form ein Event zu gestalten ist, den Teilnehmern einen bestimmten Streckenverlauf oder ein Suchgebiet zu nennen und sie aufzufordern dort auf die Suche zu gehen. Dabei ist die Streckenlänge bzw. die Gebietsgröße umfangreicher, wie sie in einer normalen Trainingseinheit möglich ist.


Als Rückmeldung sollen die Teilnehmer angeben, wie viele Verstecke sie gefunden haben. Ob sie dabei im Vorfeld wissen, wie viele insgesamt versteckt sind oder nicht, ist Geschmacksache und sollte sich nach den Erfahrungen der Teilnehmer richten. Nicht zu wissen wie viel es zu finden gibt, bedeutet, dass ich als Mensch in der Suche erkennen muss, dass mein Hund alles gefunden hat, bzw. müde ist und nicht mehr weitersuchen kann. Sonst besteht die Gefahr, dass ich ihn verheize, in dem ich ihn über das Maß hinweg suchen und suchen lasse. So ist die Aufgabe etwas für fortgeschrittene Teams. Anfängern indes teile ich die Anzahl und eine maximale Suchzeit mit. Dies gibt Sicherheit.

Ein solches Event ist schnell geplant, angelegt, und auch die Beschreibung erfordert keinen großen Zeitaufwand.
Perfekt, um Erfahrungen zu sammeln.
Bei der Suchaufgabe an der Halde haben wir diese Eventform gewählt.
https://nosetracking.com/suche-im-hang-unsere-erste-revival-aufgabe/

Zur Kontrolle können die Teilnehmer aufgefordert werden, ein Foto der gefundenen Verstecke zuzusenden oder eine grobe Beschreibung zur Lage abzugeben.

Suche in besonderer Umgebung

Ein Event könnte auch eine Suche in einer besonderen Umgebung, die im Training normalerweise nicht zur Verfügung steht, sein. Vielleicht ist die Anreise unter normalen Umständen zu weit, oder es ist eine Erlaubnis zum Betreten der Örtlichkeit nötig. 

Suche im Maislabyrinth

Suche am Postgebäude

Suche in der Feuerwache.

Suche am Fußballstadion

Suchaufgaben mit Themenbezug

Nur minimal mehr Aufwand erfordert eine Suchaufgabe, die einem bestimmten Thema zugeordnet ist.
Die Struktur ist wie zuvor, nur diesmal sind die Verstecke beschriftet oder sie haben eine besondere Form, die zum Thema passt.

Zu Ostern werden Osterhasen, Küken und / oder Eier gesucht.
Zu Weihnachten Engel, Schneemänner oder kleine Säcken, die einen Adventskalender ergeben.

Die Beschriftung auf oder in den Verstecken ergibt eine bestimmte Zahlenkombination – oder es muss ein Lösungswort entdeckt, ein bestimmter Spruch ergänzt oder ein Lied gefunden werden.

Die Teilnehmer können so viel leichter angeben, was sie gefunden haben und als Veranstalter haben wir einen besseren Überblick darüber, welche Verstecke gefunden werden. Sind es immer dieselben oder werden alle Verstecke entdeckt?

Je nach Kreativität könnt ihr zusätzlich eine Hintergrundgeschichte entwickeln. Bei unserem diesjährigen Osterspiel haben wir darauf verzichtet.
https://nosetracking.com/die-nosetracking-eiersuche/

Die Schnitzeljagd

Waren die ersten Varianten einfach anzulegen, wird es nun deutlich komplexer.
Bei einer Schnitzeljagd hangelt sich das teilnehmende Team von Suchbereich zu Suchbereich. Jedes Versteck enthält einen Hinweis, wo die nächste Suchaufgabe zu finden ist.
Neben dem Hund ist auch der Mensch gefragt, der die Hinweise deuten muss.
Im einfachsten Fall findet er eine klare Wegbeschreibung oder einen konkreten Wegpunkt, zu dem er hinsteuern muss.
Viel interessanter sind jedoch Hinweise, die erst einmal entschlüsselt werden müssen.
Eine blumige oder reimende Sprache oder das Aufgreifen von markanten Stellen oder Objekten in der Umgebung lassen die Sucharbeit auch für den Menschen knifflig werden.

Hinter dem Stuhl des Riesen sollst du starten, den Hang hinab, bis zum Fuße, dann mache Rast.
Der Stuhl des Riesen ist ein Hochsitz. Das Team soll dahinter den Hang bis zum Ende absuchen.

Diese Eventform hat meist auch eine Hintergrundgeschichte. Dies muss nicht sein, macht es aber interessanter und erleichtert die Gestaltung der Hinweise. Eine Krimitour, eine Schatzsuche, ein Weihnachtsspiel etc. der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Wie sehr man die Geschichte ausschmückt, ob sie nur zur Einleitung genutzt wird oder sich im Spielverlauf weiter entwickelt, kann jeder frei für sich entscheiden.

Die Hinweise haben wir bei unseren ersten Events noch in die zu findenden Behälter geschoben. Petlinge eignen sich hervorragend. Sie können wasserdicht geschlossen werden. Der Geruch wird in diesem Fall außen am Behälter befestigt.
Die Nachteile:
Wird ein Versteck nicht gefunden, kommt das Team auch nicht weiter und muss abbrechen.
Da die Verstecke geöffnet werden müssen, kann es passieren, dass sie nicht an die richtige Stelle zurückgelegt werden
Wird das Team beobachtet, kommen neugierige Passanten auf die Idee, die Verstecke an sich zu nehmen.

Die Nachteile:

  • Wird ein Versteck nicht gefunden, kommt das Team auch nicht weiter und muss abbrechen.
  • Da die Verstecke geöffnet werden müssen, kann es passieren, dass sie nicht an die richtige Stelle zurückgelegt werden
  • Wird das Team beobachtet, kommen neugierige Passanten auf die Idee, die Verstecke an sich zu nehmen.

Bei umfangreichen Suchaufgaben verwenden wir heute eine Schnitzeljagd – App. Den sogenannten Actionbound. Bei privater Nutzung ist er kostenlos – bei gewerblicher Nutzung jedoch kostenpflichtig. Für gemeinnützige Vereine gibt es vergünstigte Konditionen.

Die App hat viele Vorteile.

  • Die Verstecke müssen nicht mehr geöffnet werden
  • Auch wenn ein Versteck nicht gefunden wird, kann die App so eingestellt werden, dass der nächste Hinweis dennoch angezeigt wird.
  • Durch das Sammeln von Punkten sind kleine Wettkämpfe möglich.
  • Es können neben dem Suchen noch weitere Aufgaben eingebaut werden – so muss der Mensch etwas suchen, ein Foto machen oder eine Frage beantworten.

“Themenevents”

Wir hatten weiter oben bereits Suchaufgaben besprochen, bei denen die Verstecke mit einem bestimmten Themenbezug angelegt werden. Du erinnerst dich: das zu suchende Osterei oder die kleinen Weihnachtsmänner. Diese Suchaufgaben sind schnell angelegt und es wird nicht viel Material benötigt.

Ganz, ganz anders sieht dies bei komplexen Themenevents aus. Hier wird nicht nur das Versteck bestückt, sondern auch die Umgebung passend gestaltet.
Wir haben zum Beispiel bereits Halloween Events und ein großes Weihnachtsevent veranstaltet.
Der Aufwand ist gigantisch. Von der Planung der einzelnen Themenfelder, bis hin zur Ausführung vergehen arbeitsreiche Wochen, aber wenn du Spaß am Gestalten und Basteln hast, dich gerne kreativ auslebst, dann kann ein solches Event nicht nur den Startern sehr viel Freude machen. 

Weihnachtsevent

Halloween

Variation durch die Art der Ausführung

Einzelevent
Bei dieser Eventform können die teilnehmenden Teams jederzeit alleine an den Start gehen.
Das Zeitfenster kann mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate betragen. Um so größer die Laufzeit gewählt wird, um so geringer ist die Gefahr, dass sich die Sucher im Gebiet knubbeln.

Alternativ können sich die Teilnehmer auch zu einem bestimmten Zeitpunkt treffen und nacheinander loslaufen. Da Hunde jedoch unterschiedlich schnell suchen, besteht hier die Gefahr, dass nachfolgende Teams auflaufen und es im Suchbereich zu Staubbildungen kommt.

Auch ein Start in Form von Kleingruppen mit jeweils mehreren Mensch-Hund-Teams, die nacheinander loslaufen, ist möglich. Dabei arbeitet jede Kleingruppe für sich – unter den Gruppen findet keine Abstimmung an.

Gruppenevent:
Beim Gruppenevent arbeiten mehrere Mensch-Hund Teams gemeinsam. Diese Eventform eignet sich super, um die Gruppenbildung zu fördern oder bestehende Gruppen zu festigen.

Mögliche Varianten:

  • Die Gruppe läuft geschlossen durch den Suchbereich und erarbeiten die Aufgabe gemeinsam.
    Dabei sprechen sich die Teams untereinander ab, wer das jeweilige Suchfeld als Erstes absuchen soll.
  • Die Gruppe teilt sich in kleinere Gruppen auf. Diese laufen nacheinander die Strecke ab. Es sollen in einer angegebenen Zeit möglichst alle Teams wieder am Start ankommen. Die Gruppe stimmt sich untereinander ab, in welcher Reihenfolge die einzelnen Untergruppen starten. Erfahrenere Teilnehmer können und sollen dabei schwächere, unerfahrenere Teams unterstützen.


Eine interessante Variante: An den Suchverstecken finden sich mehrere Hinweise. Die Gruppe muss sich nun abstimmen, welche Untergruppe an welcher Stelle sucht. So können ältere nicht mehr so laufstarke Hunde die Suchbereiche im Nahbereich absuchen, oder erfahrene Teams die Suchbereiche, die aufgrund ihrer Struktur schwerer erscheinen, wie andere…. etc.

Gruppenbattle
Im Funfelle-Verein haben wir mehrere Trainingsgruppen, die sich an unterschiedlichen Tagen in der Woche zum regulären Training treffen.
Gelegentlich veranstalten wir sogenannte Gruppenbattles. In diesem Fall gewinnt die Gruppe, die:

  • die meisten Hinweise gefunden hat 
  • die meisten Punkte gesammelt hat 
  • am schnellsten die Aufgabe lösen konnte. 

Oft gewinnt nicht das schnellste Team, sondern das, welches sich am besten untereinander abgestimmt hat.

Fazit:

Wie du siehst, gibt es viele verschiedene Gestaltungsformen. Von einfachen bis hin zu komplexen. Dabei soll immer der Spaß an der Beschäftigung mit unseren Fellnasen im Vordergrund stehen.
Wie wir eine Schnitzeljagd anlegen, zeige ich dir im nächsten Blog-Artikel exemplarisch an unserem aktuellen Event “Anis im Schloss”. Du wirst sehen, das ist auch keine Raketenwissenschaft.

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