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Wie du an einem Nosetracking – Event teilnimmst?

Nosetracking -Events sind fest angelegte Schnüffelspiele. Wir haben dir in unserem letzten Blogartikel: Nosetracking – Event – was ist das? einige Eventformen vorgestellt.

In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie du an einem Event teilnehmen kannst. Welche Vorkenntnisse dein Hund mitbringen sollte, und wie du am besten vorgehst, wenn du das erste Mal an den Start gehst.

Welche Vorkenntnisse braucht den Hund?

Dein Hund sollte vor der Teilnahme an einem Event, bereits die erforderlichen Grundlagen erlernt haben:

  • Er sollte in der Lage sein, den genannten Geruchsstoff zu finden. In unserem Fall ist es Zedernholz. Diesen gibt es, als Mottenschutz, im einschlägigen Handel zu kaufen. Keine Sorge. Es handelt sich um ein natürliches Produkt und ist vollkommen ungefährlich für unsere Schnüffelnasen.
  • Er sollte bereits erfolgreich Aufgaben gelöst haben, die du nicht selber angelegt hast. So kannst du sicher gehen, dass dein Hund sich nicht an deinem Geruch orientiert.
  • Er sollte Aufgaben lösen können, die über einen längeren Zeitraum (mind. 24 Stunden) ausgelegt wurden. Durch die lange Liegezeit entsteht eine große Geruchswolke, durch die sich dein Hund schwerer zur eigentlichen Geruchsquelle vorarbeiten kann, wie bei einer kleinen Wolke.

Anmeldung zu einem Event

Verfügt dein Hund über die nötigen Vorkenntnisse, steht einer Teilnahme nichts im Wege. Aktuelle Events findest du auf unserer Homepage im Blog unter Nosetracking-Events. Unsere Mitglieder erfahren es zudem über die interne WhatsApp Gruppe oder den regelmäßigen Newsletter.

Neben der Aufgabenbeschreibung erhältst du dort auch weitere Informationen zur Anmeldung und weitere Details über den Ablauf.
Die Events sind für unsere Vereinsmitglieder kostenlos. Für Nichtmitglieder erheben wir einen kleine Umkostenbeitrag.

Vorbereitungen vor der Teilnahme

Bevor du an den Start gehst, solltest du dir die Beschreibung der Aufgabe bzw. die Einleitungsgeschichte sowie eventuell vorhandene Hinweise genau durchlesen. Im Text findest du Angaben zur Lage des Suchgebietes und einen genauen Startpunkt sowie weitere Hinweise zum Ablauf der Suchaufgabe.

Für einige Events benötigst du dein Handy und die Schnitzeljagd-App Actionbound. Installiere sie bereits im Vorfeld und achte darauf, dass dein Handy geladen ist, bevor du aufbrichst.

Folgende Dinge solltest du zusätzlich einpacken:

  • Leckerchen und oder ein Spielzeug, um deinen Hund zu belohnen.
  • Ein Geruchsobjekt: Sollte dein Hund nicht fündig werden, kannst du damit eine kurze Suchaufgabe selber einrichten. So hat er am Ende doch noch Erfolg und geht nicht frustriert nach Hause.
  • Trinkwasser für deinen Hund – und eventuell auch etwas zu trinken für dich
  • Lange Leine (ca. 5 Meter lang) und ein Geschirr
  • Lesebrille, falls deine Augen auch nicht mehr so gut sind wie meine, damit du die gefundenen Hinweise lesen kannst.

Jetzt kann es los gehen

Los geht es zur Suche
Nun kann es losgehen. Fahr zum angegebenen Ausgangspunkt. Je nach Event startet das Schnüffelspiel direkt dort oder du musst erst zum Startpunkt laufen.

Wenn du das erste Mal alleine zu einer angelegten Suche aufbrichst, nutze den Hinweg oder eine nahegelegene Fläche, um deinen Hund auf die Suche einzustimmen. dies geht wie folgt:

Einstimmung für Suchanfänger

Gib deinem Hund ein Bleibkommando. Gehe einige Schritte von ihm weg und lege deinen mitgenommenen Geruchsbehälter aus. Kehre zu deinem Hund zurück und schick ihn in die Suche. Die Übung ist bewusst einfach gehalten. Sie soll nur dazu dienen, dass dein Hund weiß, dass er hier den Zedernduft finden kann. Gelang diese kleine Aufgabe ohne Schwierigkeiten, dann kannst du mit der eigentlichen Aufgabe starten.

Verhalten am Start

Diese Vorgehensweise ist für alle Teilnehmer, die noch nie an einem Nosetracking-Event teilgenommen haben, oder deren Teilnahme schon lange zurückliegt, sinnvoll.

Verschaff dir am Startpunkt der ersten Suchaufgabe erst einmal einen Überblick. Handelt es sich um eine Suchfläche oder musst du einen Streckenverlauf absuchen. Wie groß ist die Fläche? Wie lang die Strecke? Bei breiten Wegen kann es sinnvoll sein, die Strecke auf der einen Seite hin und auf der anderen Seite zurückzulaufen, um alle Bereiche zu erfassen. Bei einer großen Fläche überlege, ob du sie in kleinere Bereiche unterteilen kannst. Leg dir einen Plan zurecht, aber bleib in der Suche dennoch flexibel. Achte auf deinen Hund und versuche auf seine Hinweise zu reagieren.

Hast du dir einen Plan zurechtgelegt, dann gib deinem Hund wieder ein Bleib-Kommando. Geh in den Suchbereich und tue so als würdest du etwas verstecken. Deute das Auslegen nur an. Leg nicht wirklich etwas hin. Es liegt ja bereits etwas aus. Dein Verhalten soll deinem Hund nur die Idee liefern, dass es etwas zu finden gibt. Kehre zu deinem Hund zurück und schick ihn mit deinem typischen Startritual in die Suchumgebung.
Lass deinem Hund Zeit, die Umgebung in Ruhe zu durchsuchen.

Belohne ihn überschwänglich, wenn er etwas gefunden hat.

Verhalten am Versteck

Wird dein Hund fündig, dann achte bitte darauf, wie sich dein Hund am Versteck verhält. Zeigt er es sauber an, oder neigt er dazu, den Geruchsgegenstand wegzukratzen oder aufzunehmen.

Versuche in diesen Fällen, das Suchobjekt, wieder zurückzulegen, damit auch nachfolgende Mannschaften noch suchen können. Lass es nicht offen liegen, sondern überdecke es mit Blättern oder dünnen Ästen. Nur überdecken. Nicht gänzlich vergraben.

Wir lassen nie die Suchobjekte frei liegen. Wind, Wildtiere, ergiebige Regenfälle – es gibt leider Umstände, bei denen auch gut getarnte Geruchsobjekte plötzlich frei liegen. Solltest du in deiner Suche auf einen solchen treffen, dann verberge ihn bitte wieder. Liegt er lange frei herum, ist die Gefahr, dass er ganz abhandenkommt, groß.

Kann ein Versteck nicht wieder hergestellt werden, weil zum Beispiel der Geruchsgegenstand in mehrere Teile zerbrochen ist, dann sei so nett und informiere den Eventeinrichter darüber, damit der das Versteck neu anlegen kann.

Sei bei der Suche umsichtig. Warte mit dem Suchstart, bis eventuelle Passanten vorbeigezogen sind. Menschen können alles gebrauchen und die Gefahr, dass sie das Suchobjekt mitnehmen ist groß.

Falls dein Hund nicht fündig wird

Pass auf, dass dein Hund sich nicht schon in der ersten Suche total verausgabt. Lass ihn nicht länger als 3 Minuten suchen. Ist er bis dahin nicht fündig geworden, brich die Aufgabe ab. Es ist kein Beinbruch. Ärgere dich nicht darüber. Es kann immer mal vorkommen, dass ein Versteck nicht gefunden wird. Vielleicht ist der Geruchsgegenstand abhandengekommen. Das kommt selten vor – ist aber möglich. Vielleicht riecht der Geruchsträger aus irgendeinem Grund nicht mehr, die Lage ist für deinen Hund noch zu schwer oder die Witterung, ablenkende Gerüche etc. erschweren das Auffinden.
Belohne deinen Hund dennoch für die Mühe. Er hat sich bemüht. Kein Grund, dies nicht zu würdigen

Hast du den Hinweis zu einem weiteren Suchbereich erhalten, dann geh mit deinem Hund dorthin. Verfahre wie zuvor und schau, ob er diesmal fündig wird. Wenn ja – super – freue dich und belohne ihn fürstlich. Wenn nein – dann ärgere dich nicht. Leg noch eine kleine Suchaufgabe mit deinem mitgenommenen Geruchsbehälter an und beende für heute das Event.

Gründe für nicht gefundene Verstecke

Ich habe es oben bereits erwähnt. Die Gründe Verstecke nicht zu finden können vielfältig sein:

Vielleicht lag es an der Aufgabe selber. Ein zu schwacher Geruch, ein verloren gegangenes Geruchsobjekt, schlechte Witterungsbedingungen oder zu starke Ablenkungen in der Umgebung.

Vielleicht lag es an deinem Hund. Auch der kann schlicht und einfach mal einen schlechten Tag haben, oder gesundheitlich angeschlagen sein.

Vielleicht lag es an dir. Es gibt Hunde, die sehr empfindlich reagieren, wenn der Besitzer gestresst ist. Sie reagieren dann verhalten – trauen sich nicht aktiv zu werden – haben Angst Fehler zu machen – und machen dann lieber gar nichts.

Vielleicht hatte er das Versteck sogar gefunden, aber nicht richtig angezeigt. Dies kann vorkommen, wenn die Geruchsquelle an einer Stelle angebracht ist, an der die übliche Anzeige nicht möglich ist, oder dein Hund sie aufgrund der Örtlichkeit nicht zeigen möchte:

  • Das Versteck befindet sich in der Höhe
  • es ist zugestellt und kann nicht direkt erreicht werden,
  • ein Tier hat in der Nähe uriniert,
  • in der Zwischenzeit ist der Bewuchs stärker geworden oder an der Stelle befinden sich nun Brennnesseln oder Dornen.

In diesen Fällen kann es vorkommen, dass der Hund sein normales Anzeigeverhalten nicht abruft. Meist lässt sich jedoch eine andere Form der Kommunikation oder zumindest ein verwirrtes, irritiertes Verhalten erkennen. Bleib daher stets aufmerksam bei deinem Hund. Beobachte ihn genau. Suche nicht selber die Umgebung ab, sondern konzentriere dich auf sein Verhalten, damit dir seine Hinweise nicht entgehen.

Vielleicht hast du auch die Grundkenntnisse noch nicht ausreichend eingeübt. Versuche in der nächsten Zeit noch einmal einige Suchaufgaben zu lösen, die du nicht selber angelegt hast, und deren Lage du nicht genau kennst. Arbeite noch ein paar Verstecke aus, die über einen längeren Zeitraum ausliegen, bevor du ein weiteres Suchevent startest.

Vielleicht irritierte ihn der Ablauf. Übst du normalerweise nur in einer Trainingsgruppe? Dann kann dies ein Problem sein. Die Anwesenheit der anderen Hunde sagt deinem Hund, dass heute gesucht wird. Bist du alleine unterwegs, fehlt dieser Hinweis und dein Hund denkt, du gehst mit ihm spazieren. Selbst angelegte Suchaufgaben auf deinem Spaziergang können für dieses Problem eine Lösung sein. Dein Hund erkennt wieder, dass auch mit dir alleine etwas gesucht werden kann.

Nach dem Event

Wir freuen uns immer über eine Rückmeldung zur erfolgten Suche, ganz egal ob erfolgreich oder nicht. Ein Event anzulegen bereitet uns immer viel Freude – ist aber auch ein erheblicher Arbeitsaufwand. Ohne eure Rückmeldungen wissen wir zum Teil nicht, ob überhaupt jemand zur Suche aufgebrochen ist. Man bekommt das Gefühl, das man die Arbeit umsonst getan hat. Eure Rückmeldung ist somit unser Lohn und Antrieb weiterhin solche Suchaufgaben anzulegen.
Zudem erfahren wir, wenn ihr Erfolgreich wart, dass die versteckten Objekte noch vorhanden sind, wenn mehrere nicht fündig werden, erhalten wir die Information, dass wir eventuell einmal kontrollieren sollten, ob noch alles an Ort und Stelle liegt.

Wir wünschen allen Teilnehmer viel Spaß bei der Suche und eine schöne gemeinsame Zeit mit euren Fellnasen.

Auf die Nasen…..fertig……los!

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